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Heckdiffusor – Mehr Beschleunigung für das Auto

Heckdiffusor – Mehr Beschleunigung für das Auto

Es gibt kaum ein Sportmodell, das ohne einen Heckdiffusor auskommt. Hierbei handelt es sich um ein aerodynamisch geformtes zusätzliches Bauteil, das sich unter dem Wagen befindet. Dieses Bauteil soll dafür sorgen, dass der Wagen noch schneller wird. Nach Meinung mancher Tuning-Fans gehört es zu einem Sportwagen genauso wie ein Heckspoiler. Was der Heckdiffusor wirklich bringt und was es alles zu wissen gibt, erfährst du hier.

Was ist ein Diffusor?

Ein Diffusor gehört in das Feld der Strömungsmechanik. Der Name beschreibt ein Gerät, das die Strömung möglichst verlustfrei verlangsamt. Dabei baut es statischen Druck auf und bildet damit sozusagen das Gegenteil einer Düse, die die Aufgabe hat, die Strömung schneller aus dem Rohr fliessen zu lassen. Wirklich nachgewiesen wurden die Effekte von Diffusoren erst in den 1980er Jahren, als Rennsportexperten und Techniker die ersten Tests durchzogen, unter anderem in Windtunneln. Wirklich handfeste Beweise gab es tatsächlich erst zwei Jahrzehnte später.

Das Gerät nutzt dabei den sogenannten Venturi-Effekt. Dieser besagt, dass Luft schneller fliesst, wenn sie eingeengt wird. Der Diffusor hat die Aufgabe, genau das zu tun: Die Luft unter dem Auto einzuengen und dadurch eine Abtriebswirkung zu erzeugen. Der dadurch entstehende Unterdruck führt wiederum zu einer Beschleunigung des Wagens. Ursprünglich stammt der Diffusor aus dem Rennsport, zum Beispiel bei der Formel 1. Mittlerweile ist der Einsatz von Diffusoren diversen Regelungen unterworfen, da sie Gefahren für Fahrzeuge und Fahrer mit sich bringen. In der Tuningszene erfreuen sie sich wegen der Wirkung und ihres optischen Eindrucks grosser Beliebtheit.

Was genau bewirkt ein Heckdiffusor beim Auto?

Aerodynamische Prozesse bewirken bei der Fahrt einen verminderten Unterdruck zwischen dem Unterboden des Autos und der Strasse. Hier strömt die Luft von aussen unterhalb des Wagens. Der Heckdiffusor hat die Aufgabe, diese Luft mithilfe von Tunneln und Kanälen in kleine Wirbel umzuwandeln. Das Ergebnis ist ein Sog, der dank des Venturi-Effekts die Geschwindigkeit erhöhen soll. Ausserdem verleiht der Heckdiffusor dem Wagen ein sportliches, schnittiges Aussehen.

Im Rennsport ist der Venturi-Effekt ein wichtiges Mittel zur Verbesserung der Fahreigenschaften und der Performance. Verantwortlich dafür ist der erhöhte Abrieb beziehungsweise Anpressdruck. Das bedeutet, dass der Wagen stärker auf die Strasse gepresst wird. Autos mit einem hohen Abrieb verfügen über ein besseres Fahrgefühl, mehr Grip und sind schlicht schneller.

Lässt sich ein Heckdiffusor mit einem Heckspoiler kombinieren?

Der Abrieb ist ein wichtiges Werkzeug im Rennsport, wird aber nicht allein vom Diffusor bewirkt. Daneben spielt noch der Heckspoiler eine wichtige Rolle. Während der Heckdiffusor an der Heckschürze angebracht ist, befindet sich der Heckspoiler hinten auf der Karosserie. Beide erfüllen denselben Zweck. Auch der Heckspoiler hat die Aufgabe, sich die Aerodynamik zunutze zu machen und dem Fahrzeug mehr Abrieb zu verschaffen. Der Spoiler leitet den Fahrtwind um und presst das Auto dadurch stärker auf den Boden – selbes Prinzip, nur diesmal von oben.

Was macht ein Frontdiffusor?

Ein Frontdiffusor ist mit dem Frontspoiler verbaut und hat die Aufgabe, ebenfalls die Luftströmungen für ein besseres Fahrverhalten zu nutzen. Der Frontdiffusor leitet die Luft beim Fahren seitlich hinter die vorderen Radkästen. Hier strömt sie nach oben, anstatt Luftströmungen zu erzeugen, die sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken könnten.

Welche Konfigurationen und Produkte gibt es?

Heckdiffusoren gibt es für verschiedenste Modelle und sie werden von zahlreichen Händlern angeboten. Sie sind auf bestimmte Fahrzeuge zugeschnitten und lassen sich nicht beliebig anbauen. Achte beim Kauf eines Heckdiffusors auf die Details und darauf, für welche Modelle die Produkte zugeschnitten sind. Du musst sie nicht unbedingt vom Hersteller der Marke kaufen. Es gibt verschiedene Produkte auch bei unabhängigen Händlern. Ein Heckdiffusor kann Teil einer Konfiguration mit besonderen Auspuffanlagen und mit einem Heckspoiler sein. Welche Konfigurationen du wünschst, bleibt dir überlassen. Manchen kommt es dabei mehr auf die Optik des Wagens an und nicht so sehr auf den verbesserten Abrieb und die erhöhte Geschwindigkeit.

Welche Fahrzeuge sind für einen Heckdiffusor geeignet?

In erster Linie sind es Fahrzeuge der Sportklasse, die sich für den Einbau eines Heck- sowie eines Frontdiffusors eignen, also Fahrzeuge, die auf hohe Fahrgeschwindigkeiten hin zugeschnitten sind und gute Fahreigenschaften aufweisen müssen. Dafür nutzen sie den Venturi-Effekt. Der Diffusor macht gerade bei den Rennwagen gut 40 Prozent des Abriebs aus, allerdings spielen die Bauart des Wagens und andere Bauteile ebenfalls eine Rolle. Bei den Sportklassewagen ist der Effekt nicht so enorm, schliesslich handelt es sich bei ihnen um Autos für den Strassenverkehr und nicht allein für die Rennstrecke.

Sind Heckdiffusoren für normale Fahrzeuge erlaubt?

Beim Fahrzeug-Tuning solltest du immer auf die Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Hersteller achten. Am besten lässt du sie dir in die Fahrzeugpapiere eintragen, wenn du einen Tuningbetrieb für den Einbau des Heckdiffusors beauftragst. Nach der Abnahme nehmen die Strassenverkehrsämter die Änderungen im Fahrzeugausweis auf. Damit bist du auf der sicheren Seite.

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