Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Garagisten in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Heckdiffusor – Mehr Beschleunigung für das Auto

Heckdiffusor – Mehr Beschleunigung für das Auto

Es gibt kaum ein Sportmodell, das ohne einen Heckdiffusor auskommt. Hierbei handelt es sich um ein aerodynamisch geformtes zusätzliches Bauteil, das sich unter dem Wagen befindet. Dieses Bauteil soll dafür sorgen, dass der Wagen noch schneller wird. Nach Meinung mancher Tuning-Fans gehört es zu einem Sportwagen genauso wie ein Heckspoiler. Was der Heckdiffusor wirklich bringt und was es alles zu wissen gibt, erfährst du hier.

Was ist ein Diffusor?

Ein Diffusor gehört in das Feld der Strömungsmechanik. Der Name beschreibt ein Gerät, das die Strömung möglichst verlustfrei verlangsamt. Dabei baut es statischen Druck auf und bildet damit sozusagen das Gegenteil einer Düse, die die Aufgabe hat, die Strömung schneller aus dem Rohr fliessen zu lassen. Wirklich nachgewiesen wurden die Effekte von Diffusoren erst in den 1980er Jahren, als Rennsportexperten und Techniker die ersten Tests durchzogen, unter anderem in Windtunneln. Wirklich handfeste Beweise gab es tatsächlich erst zwei Jahrzehnte später.

Das Gerät nutzt dabei den sogenannten Venturi-Effekt. Dieser besagt, dass Luft schneller fliesst, wenn sie eingeengt wird. Der Diffusor hat die Aufgabe, genau das zu tun: Die Luft unter dem Auto einzuengen und dadurch eine Abtriebswirkung zu erzeugen. Der dadurch entstehende Unterdruck führt wiederum zu einer Beschleunigung des Wagens. Ursprünglich stammt der Diffusor aus dem Rennsport, zum Beispiel bei der Formel 1. Mittlerweile ist der Einsatz von Diffusoren diversen Regelungen unterworfen, da sie Gefahren für Fahrzeuge und Fahrer mit sich bringen. In der Tuningszene erfreuen sie sich wegen der Wirkung und ihres optischen Eindrucks grosser Beliebtheit.

Was genau bewirkt ein Heckdiffusor beim Auto?

Aerodynamische Prozesse bewirken bei der Fahrt einen verminderten Unterdruck zwischen dem Unterboden des Autos und der Strasse. Hier strömt die Luft von aussen unterhalb des Wagens. Der Heckdiffusor hat die Aufgabe, diese Luft mithilfe von Tunneln und Kanälen in kleine Wirbel umzuwandeln. Das Ergebnis ist ein Sog, der dank des Venturi-Effekts die Geschwindigkeit erhöhen soll. Ausserdem verleiht der Heckdiffusor dem Wagen ein sportliches, schnittiges Aussehen.

Im Rennsport ist der Venturi-Effekt ein wichtiges Mittel zur Verbesserung der Fahreigenschaften und der Performance. Verantwortlich dafür ist der erhöhte Abrieb beziehungsweise Anpressdruck. Das bedeutet, dass der Wagen stärker auf die Strasse gepresst wird. Autos mit einem hohen Abrieb verfügen über ein besseres Fahrgefühl, mehr Grip und sind schlicht schneller.

Lässt sich ein Heckdiffusor mit einem Heckspoiler kombinieren?

Der Abrieb ist ein wichtiges Werkzeug im Rennsport, wird aber nicht allein vom Diffusor bewirkt. Daneben spielt noch der Heckspoiler eine wichtige Rolle. Während der Heckdiffusor an der Heckschürze angebracht ist, befindet sich der Heckspoiler hinten auf der Karosserie. Beide erfüllen denselben Zweck. Auch der Heckspoiler hat die Aufgabe, sich die Aerodynamik zunutze zu machen und dem Fahrzeug mehr Abrieb zu verschaffen. Der Spoiler leitet den Fahrtwind um und presst das Auto dadurch stärker auf den Boden – selbes Prinzip, nur diesmal von oben.

Was macht ein Frontdiffusor?

Ein Frontdiffusor ist mit dem Frontspoiler verbaut und hat die Aufgabe, ebenfalls die Luftströmungen für ein besseres Fahrverhalten zu nutzen. Der Frontdiffusor leitet die Luft beim Fahren seitlich hinter die vorderen Radkästen. Hier strömt sie nach oben, anstatt Luftströmungen zu erzeugen, die sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken könnten.

Welche Konfigurationen und Produkte gibt es?

Heckdiffusoren gibt es für verschiedenste Modelle und sie werden von zahlreichen Händlern angeboten. Sie sind auf bestimmte Fahrzeuge zugeschnitten und lassen sich nicht beliebig anbauen. Achte beim Kauf eines Heckdiffusors auf die Details und darauf, für welche Modelle die Produkte zugeschnitten sind. Du musst sie nicht unbedingt vom Hersteller der Marke kaufen. Es gibt verschiedene Produkte auch bei unabhängigen Händlern. Ein Heckdiffusor kann Teil einer Konfiguration mit besonderen Auspuffanlagen und mit einem Heckspoiler sein. Welche Konfigurationen du wünschst, bleibt dir überlassen. Manchen kommt es dabei mehr auf die Optik des Wagens an und nicht so sehr auf den verbesserten Abrieb und die erhöhte Geschwindigkeit.

Welche Fahrzeuge sind für einen Heckdiffusor geeignet?

In erster Linie sind es Fahrzeuge der Sportklasse, die sich für den Einbau eines Heck- sowie eines Frontdiffusors eignen, also Fahrzeuge, die auf hohe Fahrgeschwindigkeiten hin zugeschnitten sind und gute Fahreigenschaften aufweisen müssen. Dafür nutzen sie den Venturi-Effekt. Der Diffusor macht gerade bei den Rennwagen gut 40 Prozent des Abriebs aus, allerdings spielen die Bauart des Wagens und andere Bauteile ebenfalls eine Rolle. Bei den Sportklassewagen ist der Effekt nicht so enorm, schliesslich handelt es sich bei ihnen um Autos für den Strassenverkehr und nicht allein für die Rennstrecke.

Sind Heckdiffusoren für normale Fahrzeuge erlaubt?

Beim Fahrzeug-Tuning solltest du immer auf die Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Hersteller achten. Am besten lässt du sie dir in die Fahrzeugpapiere eintragen, wenn du einen Tuningbetrieb für den Einbau des Heckdiffusors beauftragst. Nach der Abnahme nehmen die Strassenverkehrsämter die Änderungen im Fahrzeugausweis auf. Damit bist du auf der sicheren Seite.

Der Garagevergleich für die Schweiz. Finde die besten Garagisten in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Getriebereparatur: Wissenswertes zum Thema Austausch und Instandhaltung des Fahrzeuggetriebes

Ein Getriebeschaden ist für viele Autofahrer ein grosser Schock. Denn bei einer Getriebereparatur handelt es sich in der Regel um eine kostenintensive Angelegenheit. Der Schaden wirkt sich jedoch nicht nur auf das Geldkonto aus. Mit einem kaputten Getriebe fällt zunächst häufig auch ein wichtiges Transportmittel für den Arbeitsweg weg und auch der Grosseinkauf wird ohne Auto oft zur Tortur. Was jetzt auf dich zukommt, wie du ein kaputtes Getriebe am ehesten erkennst und reparieren lässt und wie du einem Schaden vorbeugst – das alles erfährst du im folgenden Ratgeber.

Autoscheiben reparieren: Am besten durch den Profi!

Ein Riss in der Scheibe, der meist durch einen Steinschlag hervorgerufen wird, sollte schnellstmöglich repariert werden. Er ist nicht nur unansehnlich, sondern kann dir sogar gefährlich werden. Für die Reparatur von Autoscheiben solltest du unbedingt die Werkstatt deines Vertrauens aufsuchen, denn allein ist der Wechsel von Autoglas nur sehr schwer zu bewerkstelligen. Vergiss auch nicht, den Schaden deiner Versicherung zu melden, denn unter Umständen bekommst du die Kosten für die Reparatur ersetzt. Wie du Autoscheiben richtig reparieren lässt, erfährst du hier.

Automechatroniker: Ein Traumberuf für Autofans

Magst du Autos und schraubst und reparierst gern? Du interessierst dich für Technik und ziehst die Werkstatt dem Büro vor? Dann kannst du als Automobil-Mechatroniker dein Hobby zum Beruf machen. Dich erwarten ein interessantes und abwechslungsreiches Aufgabenfeld, geregelte Arbeitszeiten und der direkte Draht zu den neuesten Entwicklungen in der Autobranche.

CO2 Steuer Schweiz: Kommt die Abgabe für Emissionen der Umwelt zugute?

Seit dem Jahr 2008 gibt es in der Schweiz die nationale Lenkungsabgabe auf fossile Brennstoffe. Damit sind Energieträger wie Heizöl, Erdgas und Kohle betroffen. Die Abgabe gilt nicht im Verkehr, sie wird ausdrücklich nicht auf Benzin und Diesel erhoben. Der Umwelt soll die Abgabe über eine Rückverteilung zugute kommen. Die CO2-Steuer der Schweiz wird zu einem Drittel in Massnahmen und Förderungen der Gebäudesanierung investiert. Der Rest geht direkt an die Bevölkerung zurück. Aber wie funktioniert das mit der Abgabe genau?

Radaufhängungen für die Übertragung der Antriebs- und Bremskräfte

Den reibungslosen Ablauf im Fahrzeug beim Steuern und Bremsen gewährleisten zuverlässig zusammenarbeitende Bauelemente, zu denen auch die Radaufhängung gehört. Sie ermöglicht die korrekte Radstellung auf der Fahrbahn und beeinflusst ebenfalls die Lenkung. Dabei überträgt sie alle Kräfte zwischen den Rädern und der Karosserie und sorgt so für das sichere Fahrverhalten. Die Radaufhängung unterliegt einem hohen Verschleiss, da sie dauerhaft beansprucht wird.

Anzugsdrehmomente – mit der richtigen Kraft Schrauben und Muttern fixieren

Für verschiedene Schraubarbeiten am Fahrzeug brauchst du das richtige Werkzeug und den korrekten Krafteinsatz. Damit lässt sich das Drehmoment für M 4 oder M 5 Schrauben sicher voreinstellen. Ein zu hohes Anzugsdrehmoment könnte Schrauben, Gewinde und andere Bauteile beschädigen. Wenn das Drehmoment zu niedrig ist, besteht die Gefahr, dass sich etwas löst. Darum ist es wichtig, die Richtwerte für Getriebe, Federbein oder Autoräder zu berücksichtigen. Mit einem zuverlässigen Drehmomentschlüssel kannst du selbst die Felgen oder Reifen wechseln. Schwierige Wartungsarbeiten an der Kurbelwelle solltest du hingegen in einer Werkstatt durchführen lassen.