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Den Kurbelwellensensor bemerkt niemand, solange er funktioniert

Die meisten Autobesitzer machen niemals die Bekanntschaft eines Kurbelwellensensors, denn im Prinzip hält er ein Autoleben lang und braucht keinen Wechsel. Doch selbstverständlich kommt es vor, dass ein Kurbelwellensensor den Dienst versagt. Das kann die Folge einer Beschädigung sein oder an vorzeitiger Materialalterung liegen. Die Kurbelwellensensoren einiger Automodelle kommen schlecht mit Hitze zurecht und stellen gehäuft in heissen Sommern den Dienst ein. Der Autofahrer merkt davon selten etwas. Bei neueren Fahrzeugen leuchtet die Motorkontrollleuchte, doch ältere Fahrzeuge springen eventuell nur schlecht an. Zu spektakulären Pannen kommt es in der Regel durch defekte Kurbelwellensensoren nicht.

Wie stellt die Werkstatt einen schadhaften Kurbelwellensensor fest?

Wenn du keinen Oldtimer ohne elektronische Motorsteuerung fährst, hinterlässt eine Störung des Kurbelwellensensors einen Eintrag im Fehlerspeicher deines Autos. Die Werkstatt überprüft nach dem Auslesen noch sicherheitshalber den Zustand des Kurbelwellensensors selbst, um nicht Ersatzteile zu bestellen, wenn nur ein Kabel befestigt werden muss. Ist sicher, dass der OT-Geber nicht mehr funktioniert, brauchst du einen neuen. Eine Reparatur des Sensors ist nicht möglich.

Was ist mit Impulsgeber gemeint?

Der Kurbelwellensensor hat verschiedene Bezeichnungen. Tatsächlich ist er ein Impulsgeber wie viele andere in jedem Auto auch. Zum Beispiel besitzen die Zündverteilung und die Nockenwelle jeweils ihre eigenen Impulsgeber. Lass dich nicht verwirren, wenn deine Werkstatt plötzlich den Begriff OT-Geber ins Spiel bringt. Auch dabei handelt es sich um den Kurbelwellensensor. Die Bezeichnung geht auf den sogenannten oberen Totpunkt des ersten Zylinders zurück. Der Impulsgeber benötigt einen Fixpunkt, an dem er jede vollendete Umdrehung erkennen kann. Dazu diente früher ausschliesslich der obere Totpunkt.

Welche Ersatzteile sind empfehlenswert?

Der Kurbelwellensensor ist kein teures Bauteil. Das Originalteil, das der Hersteller deines Autos bei seiner Produktion eingebaut hat, war sicher nicht aus der Produktion des Autobauers, sondern stammte von einem Zulieferer. Daher haben fast alle Ersatzteile, die dir eine Werkstatt für den Kurbelwellensensor anbietet, die gleiche Qualität wie das Originalteil. Ein Kurbelwellensensor kostet je nach Automarke und Modell einen zweistelligen Betrag. Deshalb lohnt es sich überhaupt nicht, mit gebrauchten Teilen zu experimentieren, selbst wenn dein Auto schon älter ist und du auf dein Budget achtest.

Wie wirkt sich ein defekter Kurbelwellensensor auf das Auto aus?

Die wichtigste Aufgabe des Kurbelwellensensors besteht in der Ermittlung der Motordrehzahl. Diese liefert er an die Motorsteuerung. Das Steuergerät wiederum leitet den Wert an verschiedene andere Einrichtungen im Auto weiter. Dazu gehören unter anderem die Kraftstoffversorgung, die Servolenkung und die Startautomatik. Liefert der Kurbelwellensensor falsche oder gar keine Werte zur Drehzahl, wirkt sich das auf diese Systeme aus. Diese zunächst diffus wirkenden Anzeichen sprechen sicher für ein Problem des Kurbelwellensensors, wenn sie alle gleichzeitig auftreten:

  • Plötzlich erhöhter Kraftstoffverbrauch
  • Schwergängige Lenkung
  • Fahrzeug startet nur bei kaltem Motor wie gewohnt
  • Motor läuft unruhig

Warum springt der Motor wegen des Kurbelwellensensors schlecht an?

Wenn der Kurbelwellensensor deines Wagens nicht richtig funktioniert, wirst du eventuell das seltsame Problem haben, dass dein Auto plötzlich nicht oder nur sehr schlecht anspringt – und zwar ausgerechnet dann, wenn der Motor warm ist. Das liegt an der Startautomatik. Die Elektronik ist so geregelt, dass die Kraftstoffzufuhr eine Mindestdrehzahl des Anlassers erfordert, wenn der Temperaturfühler eine warme Motortemperatur meldet. Wird die vorgesehene Drehzahl vermeintlich nicht erreicht, weil der Kurbelwellensensor einen falschen Wert mitteilt, bekommt die Kraftstoffpumpe keinen Strom und der Motor zündet nicht. Bei kaltem Motor gibt die Startautomatik die Kraftstoffzufuhr sofort frei. Deswegen springt das Auto problemlos wieder an, sobald es abgekühlt ist.

Wo sitzen die Kurbelwellensensoren bei den einzelnen Modellen?

Falls du deinen Kurbelwellensensor anschauen möchtest, findest du ihn aussen am Motorblock. Er ist aber nicht bei jedem Typ leicht zu erkennen. Oft sitzt er auf der Seite des Motors, die zum Kühler hin liegt, oder er ist nur von unten erreichbar, wenn das Auto auf einer Hebebühne steht. In jedem Fall handelt es sich um ein kleines Kästchen, das mit einer Schraube am Motorblock befestigt ist und von dem ein Kabel abgeht.

Wie dringend ist es, andere Sensoren auch zu wechseln?

Deine Werkstatt wird dir vielleicht empfehlen, den Nockenwellensensor direkt mit dem Kurbelwellensensor auszuwechseln. Der Gedanke ist recht vernünftig, denn die Annahme, dass beide Sensoren eine vergleichbare Lebenserwartung haben und der Nockenwellensensor demnächst ebenfalls versagen könnte, liegt nahe. Der Nockenwellensensor kostet ähnlich wenig wie der Kurbelwellensensor und wenn es für dich wichtiger ist, dass das Auto nicht ungeplant ausfällt, ist das eine gute Idee. Ein neueres Auto mit moderner Motorelektronik erkennt allerdings, ob der Nockenwellensensor unplausible Werte liefert, und greift im Notfall auf die des Kurbelwellensensors zurück. Ebenfalls sehr günstig ist ein Wechsel des Öldruckschalters, der aber unter ganz anderen Bedingungen arbeitet. Deutlich teurer ist ein Luftmassenmesser oder Luftmengenmesser. Diese Ersatzteile kosten je nach Fahrzeugmodell deutlich mehr, sodass es sich nicht unbedingt aufdrängt, den Austausch nur vorsorglich vorzunehmen.

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