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Pneu wechseln: In sieben Schritten zum neuen Reifen

Zweimal im Jahr ist es Zeit, die Pneus zu wechseln. Gegen Ende März sind die Sommerreifen dran und spätestens im November braucht dein Wagen wieder Winterreifen. Deine Werkstatt bietet dir bestimmt einen zufriedenstellenden Service an. Die Beratung ist sicherlich auch gut. Aber hast du schon einmal dran gedacht, die Pneus selbst zu wechseln? Vor allem Kompletträder lassen sich ganz einfach austauschen. Ob es sich um Winterkompletträder oder Sommerkompletträder handelt, spielt dabei keine Rolle. Mithilfe unserer Anleitung lernst du ganz schnell, wie du deine Pneus selbst wechselst. Bei der nächsten Panne bist du dann auch bestens vorbereitet.

1. Das richtige Verhalten bei platten Sommer- und Winterreifen

Fühlt sich die Lenkung schwammig an? Haben sich die Fahrgeräusche auf einmal verändert? Wenn du bemerkst, dass dein Fahrzeug sich komisch verhält, ist das ein mögliches Anzeichen für einen platten Pneu. Bleibe in diesem Fall ruhig. Schalte die Warnblinkleuchte ein, gehe vom Gas und lasse das Fahrzeug ausrollen, während du den Fahrbahnrand ansteuerst. Sobald das Auto steht, ziehst du dir eine Warnweste an und stellst das Warndreieck auf. Im Anschluss kümmerst du dich um den defekten Pneu.

2. Werkzeuge und Zubehör für das Wechseln der Kompletträder bereitlegen

Zum Wechseln der Pneus brauchst du einige Werkzeuge und Materialien. Wir haben hier eine kleine Liste für dich zusammengestellt:

  • Kreide oder gleichwertiges Schreibwerkzeug zum Markieren der Pneus
  • hochwertiger Wagenheber
  • Unterstellbock
  • Radkreuz
  • Drahtbürste
  • Box zum Aufbewahren der Schrauben
  • Schlüssel für das Felgenschloss
  • Drehmomentschlüssel

Du weisst nicht, wo dein Wagenheber liegt? Schau in die Anleitung deines Fahrzeuges. Dort erfährst du auch, wie du den Heber bedienst. Denk ausserdem auch daran, dass du eventuell verschiedene Aufsätze für deinen Drehmomentschlüssel benötigst: Leichtmetall- und Stahlfelgen besitzen unterschiedliche Schrauben.

3. Reifen, Schrauben und Felgen auf Schäden untersuchen und eventuell auf den Service einer Werkstatt zurückgreifen

Ein Reifenwechsel ist der optimale Zeitpunkt, die Pneus genauer unter die Lupe zu nehmen. Teste zuerst die Profiltiefe. Sommerpneus sollten eine Profiltiefe von mindestens drei Millimetern haben. Bei Winterreifen empfehlen wir eine Mindesttiefe von vier Millimetern. Sind die Pneus deines Wagens in Ordnung, widmest du deine Aufmerksamkeit den Reifenbolzen. Säubere verschmutzte oder angerostete Schrauben mit der Drahtbürste. Falls du Schäden an den Pneus, Felgen oder Schrauben findest, ist es ratsam, eine Werkstatt aufzusuchen. Viele Werkstätten bieten eine Felgenreparatur an. Die Experten vor Ort wissen ausserdem, wie sich festsitzende und beschädigte Kompletträder wieder lösen und abmontieren lassen. Zu guter Letzt ist es noch wichtig, ob deine Pneus Reifendrucksensoren haben. Bei indirekten Systemen reicht es, wenn du später den Druck deiner Pneus kontrollierst und in das System eingibst. Reifendrucksensoren mit direktem System lassen sich nicht so leicht wechseln. Entweder überlässt du das einem Experten und nutzt den Service einer Werkstatt oder du kaufst dir einen zusätzlichen Satz Sensoren für deinen zweiten Reifensatz.

4. Wagen aufbocken

Nimm zuerst die Radkappen von den Rädern ab, falls du welche hast. Anschliessend löst du die Radbolzen. Schraube sie aber nicht ganz ab. Eine Viertelumdrehung reicht zunächst aus. Dann setzt du den Wagenheber an. Bei der Suche nach der korrekten Stelle hilft dir die Bedienungsanleitung deines Autos. Betätige den Heber nun so lange, bis der Reifen gerade so in der Luft schwebt. Mit einem Unterstellbock kannst du nun für zusätzliche Sicherheit sorgen. Dieser darf das Fahrzeug aber nur leicht berühren. Das Gewicht ruht immer noch auf dem Wagenheber.

5. Schrauben lösen

Löse die Schrauben idealerweise kreuzweise. Fange also bei der rechten oberen Schraube an und kümmere dich dann um die linke untere. Eine der oberen Schrauben sollte am Ende noch in der Felge stecken. Drücke gegen die Felge und halte sie fest, während du diese letzte Schraube löst. Anschliessend hebst du den Pneu vorsichtig ab.

6. Pneus beschriften

Der alte Pneu braucht eine Markierung, damit du beim nächsten Reifenwechsel weisst, wohin er soll. Pneus, die vorher auf der Hinterachse sassen, gehören später an die Vorderachse. Umgekehrt gilt das Gleiche. Ein einfaches VL für vorne links oder HR für hinten rechts reicht vollkommen aus.

7. Reifen aufsetzen und Schrauben festziehen

Bevor du den neuen Pneu anlegst, säuberst du die Radauflagefläche mit deiner Drahtbürste. Das ist auch der optimale Zeitpunkt, die Bremsbeläge zu überprüfen. Gibt es Schäden oder starke Abnutzungserscheinung? Falls ja, dann solltest du die Beläge sofort auswechseln. Andernfalls kannst du den Reifenwechsel fortsetzen. Hebe den Pneu auf die Radnabe, achte dabei auf die Laufrichtung und ziehe die Radbolzen anschliessend handfest an.

Senke das Fahrzeug langsam ab, sodass der Pneu gerade noch Kontakt zum Boden hat. Stelle dann das richtige Drehmoment an deinem Schlüssel ein (das findest du in der Bedienungsanleitung deines Fahrzeuges). Ziehe die Bolzen wieder kreuzweise fest. Ein Klicken am Drehmomentschlüssel verrät dir, wann die Bolzen fest genug sitzen. Drehe sie dann unter keinen Umständen weiter. Das führt zu Schäden an den Gewinden.

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