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Auto lackieren wie ein Profi – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Auto lackieren wie ein Profi – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wer seinem Auto eine andere Lackierung verpassen möchte, geht damit in der Regel zu einem Lackierer. Bei neuen Autos ist das auch zu empfehlen. Wenn dein Fahrzeug aber schon älter ist, kannst du ihm auch in Eigenregie einen neuen Anstrich verpassen und so eine Menge Geld sparen. Hier gilt es jedoch einige Dinge zu beachten. Doch auch bei der Umlackierung eines neuen Autos kann es Sinn machen, einige Schritte selbst zu erledigen, sodass nur noch der neue Lack vom Profi aufgetragen wird. Auch so kannst du erhebliche Kosten einsparen.

1. Auto vor der Lackierung waschen

Zunächst ist es wichtig, den Wagen einer gründlichen Wäsche zu unterziehen. Dabei ist es egal, ob das Ganze per Hand oder in einer Waschbox durchgeführt wird. Eine Reinigung in der Waschstrasse kannst du zwar als Vorwäsche nutzen, aber in diesem Fall solltest du noch einmal mit der Hand nachbessern. Andernfalls kann noch Schmutz auf dem Lack verbleiben, den du dann nach dem eigentlichen Lackiervorgang unter dem neuen Autolack sehen kannst. Wenn du mit der Reinigung in einer Waschstrasse beginnst, musst du in jedem Fall auf die Verwendung von Heisswachs verzichten.

2. Überflüssige Teile des Autos demontieren

Als nächstes demontierst du alle überflüssigen Teile des Autos. Dazu gehören alle Bauteile, die du leicht entfernen kannst und nicht mitlackieren solltest. Das sind beispielsweise Lichter, Blinker oder Scheibenwischer. Wenn sich diese Teile während der Lackierarbeiten nicht mehr am Fahrzeug befinden, können sie auch nicht versehentlich mitlackiert werden. Ein Ausbau der Scheiben ist nicht notwendig. Wer die Türgriffe nicht mitlackieren möchte, kann diese auch entfernen.

3. Fahrzeug abkleben

Die restlichen Bereiche des Wagens, die nicht vom Lack erfasst werden sollen, klebst du ab. Hierbei ist es wichtig, sehr präzise vorzugehen, da man mögliche Unregelmässigkeiten nach der Lackierung sieht. Insbesondere solltest du dabei auch daran denken, Reifen und Felgen abzukleben. Verwende dazu am besten Krepp-Klebeband. Hier kann es nie verkehrt sein, eine hochwertige Variante zu wählen. Wichtig ist, dass sich das Klebeband nach den Arbeiten wieder leicht entfernen lässt.

4. Kleine Autoreparatur – Kratzer und Beulen beseitigen

Bei älteren Fahrzeugen ist vor dem eigentlichen Lackiervorgang meist noch eine Blechbearbeitung notwendig. Für diese kleine Autoreparatur musst du jedoch nicht in die Autowerkstatt fahren. Kleine Dellen kannst du auch einfach selbst ausbeulen. Auch lohnt es sich, kleine Kratzer herauszupolieren. Denn durch eine neue Lackierung werden Beulen und Kratzer noch deutlicher sichtbar. Daher lohnt sich diese Art der Autoreparatur.

5. Lack abschleifen und erneut reinigen

Vor dem Auftragen der neuen Farbe musst du nun noch einen Schritt absolvieren. Damit der neue Lack auf dem alten haften kann, muss dieser mit einem 400er und 600er Schleifpapier abgeschliffen werden. Dadurch wird er rauer und die neue Farbe hält besser. Du solltest jedoch darauf achten, den alten Lack nicht komplett zu entfernen. Insbesondere an den Kanten ist der Lack dünner, sodass du dort besonders vorsichtig sein musst. Nach dem Abschleifen heisst es dann noch einmal waschen. Mithilfe eines Silikonreinigers wird das Fahrzeug entfettet. Zudem wird so der Staub von den vorherigen Arbeitsschritten entfernt.

6. Neuen Autolack aufbringen oder aufbringen lassen

Nun steht dem neuen Autolack nichts mehr im Wege. An dieser Stelle musst du entscheiden, ob du dein Fahrzeug selbst lackieren möchtest oder es zum Profi vom Handwerk bringst. In der Schweiz gibt es genug Offerten für professionelle Lackierungen. Wenn es sich bei deinem Auto um einen Neuwagen handelt, sollten diese Arbeiten von einem Fachmann durchgeführt werden. Bei fast allen Lackierern sind die vorherigen Schritte im Service mit inbegriffen. Wenn du dem Fachmann die Vorbereitungen abnimmst, kannst du bei den eigentlichen Lackierkosten etwa 50-70 Prozent sparen. Wenn es sich bei deinem Fahrzeug um einen Gebrauchtwagen handelt, kannst du die Lackierung auch selbst durchführen. Hier sind jedoch einige wichtige Dinge zu beachten.

  • Zunächst einmal hast du die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten, um deinem Auto einen neuen Look zu verpassen. Neben der klassischen Lackierung per Sprühlack kannst du auch Rollfarbe verwenden.
  • Mit Folierungen veränderst du ebenfalls die Farbe deines Wagens. Es ist zusätzlich möglich, eigene Beschriftungen auf der Folie anzubringen. Hierzu benötigst du jedoch Erfahrung und Geschick, um die Folie blasenfrei am Fahrzeug anzubringen. Dieser Service wird auch von vielen Lackierern angeboten.
  • Bei der Nutzung von Sprühfarbe sind ein Kompressor, eine Sprühpistole und ein Mischeimer zum Mischen der Farbe vonnöten. Zudem solltest du unbedingt einen Schutzanzug sowie einen Atemschutz tragen. Dann trägst du gleichmässig die Farbe in einem gleichbleibenden Abstand von etwa 30 Zentimeter zum Fahrzeug auf.
  • Das Rollieren des Fahrzeuges ist etwas einfacher. Neben dem Lack benötigst du nur eine entsprechende Farbrolle, ein Atemschutz ist nicht notwendig.

In beiden Fällen wird der Lack von oben nach unten im Kreuzgang aufgetragen. Das bedeutet, dass du diesen längs, quer und dann noch einmal längs auf den alten Lack sprühst. Nach der neuen Farbe kannst du im zweiten Arbeitsschritt zusätzlich Klarlack auftragen, um den Glanz des neuen Lacks zu verbessern. Die Wahl des richtigen Arbeitsplatzes ist ebenfalls wichtig. Die Lackierung sollte in einem geschlossenen Raum stattfinden, damit keine Insekten oder Staub das Ergebnis verschlechtern.

7. Das Finish: Fahrzeug polieren

Als Finish kannst du mit einem feinen Schleifpapier noch eine Politur auftragen. Sie verbessert den Glanz des neuen Lackes noch einmal zusätzlich.

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