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Anzugsdrehmomente – mit der richtigen Kraft Schrauben und Muttern fixieren

Für verschiedene Schraubarbeiten am Fahrzeug brauchst du das richtige Werkzeug und den korrekten Krafteinsatz. Damit lässt sich das Drehmoment für M 4 oder M 5 Schrauben sicher voreinstellen. Ein zu hohes Anzugsdrehmoment könnte Schrauben, Gewinde und andere Bauteile beschädigen. Wenn das Drehmoment zu niedrig ist, besteht die Gefahr, dass sich etwas löst. Darum ist es wichtig, die Richtwerte für Getriebe, Federbein oder Autoräder zu berücksichtigen. Mit einem zuverlässigen Drehmomentschlüssel kannst du selbst die Felgen oder Reifen wechseln. Schwierige Wartungsarbeiten an der Kurbelwelle solltest du hingegen in einer Werkstatt durchführen lassen.

Was ist das Anzugsdrehmoment?

Das Drehmoment oder Anzugsdrehmoment ist die Kraft, die ein Bauteil in Drehung versetzt. In der Physik steht das Zeichen N für die Kraft und das m für den Hebelarm. Diese zwei Elemente sind die Basis für das Drehmoment, wenn sie senkrecht zueinander stehen. Die Wirkung erkennst du beispielsweise bei einem Korkenzieher oder einem klassischen Wasserhahn. Die Einheit für das Drehmoment ist Newtonmeter und wird als Nm gekennzeichnet.

Wann ist ein Drehmomentschlüssel zum Schrauben sinnvoll?

Der Drehmomentschlüssel ist vor allem für den Radwechsel sinnvoll. Das handgeführte Schraubwerkzeug lässt sich voreinstellen und sorgt dafür, dass das Anzugsmoment mit den Vorgaben der Fahrzeughersteller übereinstimmt. So sitzen die Verbindungselemente auch bei einer hohen Belastung absolut sicher. Wenn du selbst an deinem Auto schraubst, sollte der Drehmomentschlüssel auf alle relevanten Bauteile ausgelegt sein, also etwa:

  • Zylinderkopf
  • Bremssattel, Bremsleitung und Bremsbeläge
  • Federbein und Achse

Durch den Einsatz eines Drehmomentschlüssels und die Berücksichtigung der vorgegebenen Richtwerte stellst du die erforderliche Klemmkraft sicher. Selbst bei maximaler Betriebslast gibt es keine Probleme.

Warum ist das Drehmoment für Gewinde und Muttern so wichtig?

Mit einem speziellen Gewinde lässt sich die Drehbewegung in die gewünschte Längsbewegung umsetzen. Nur mit der entsprechenden Kraft lässt sich der Reibungswiderstand überwinden, der sich durch den aufliegenden Schraubenkopf noch verstärkt. Nun wirkt die Längskraft auf die Verbindung: Die Schraube dehnt sich und die Vorspannkraft entwickelt sich zur Klemmkraft.

Bei zu geringem Drehmoment reicht die Klemmkraft nicht aus, sodass sich die Schraube lösen kann. Wenn du zu viel Drehkraft aufwendest, können Schrauben, Gewinde und Gegenmaterial leiden. Das gilt vor allem bei Materialien aus Alu und Kunststoff, die eine geringe Zugfestigkeit haben.

Über eine Drehmomentliste erfährst du, wie unterschiedlich die Werte in Abhängigkeit von den Verbindungsarten und Materialien ausfallen. Auch die Anpassung auf die Schraubengrössen spielt dabei eine Rolle. So brauchst du für M 12 Schrauben ein höheres Anzugsmoment als für M 10 Schrauben.

Was ist bei Schraubarbeiten am Zylinderkopf im Motor zu beachten?

Bei älteren Fahrzeugen kommt ein Drehmomentschlüssel zum Einsatz, um die Zylinderkopfschrauben in mehreren Schritten im Dehnbereich richtig anzuziehen. Durch Schwankungen der Schraubenkraft kam es jedoch zu Ungenauigkeiten bei der Pressverteilung über den Dichtverband. Darum gibt es für die Motoren der neueren Generation ein neues System, das die Schrauben mit korrektem Drehmoment und Drehwinkel anzieht. Hier findet zusätzlich zur elastischen Dehnung eine plastische Längung statt. Im Vergleich zu dem früheren Schraubenanzug mit Drehmoment bietet die neue Variante mehr Sicherheit. Für Getriebegehäuse und Bremsen gibt es ebenfalls bestimmte Anzugsdrehmomente. Falls du nicht sicher bist, welche Drehmomente für die Regelgewinde und speziellen Komponenten gelten, findest du über unser Portal eine kompetente Autogarage, die dir weiterhilft.

Welche Rolle spielt das Drehmoment beim Reifenwechsel?

Wenn du zweimal im Jahr die Räder wechselst, kannst du dich an eine Werkstatt wenden oder selbst zum Drehmomentschlüssel greifen. Dieses Werkzeug hilft dir dabei, die Radschrauben zu lösen und wieder festzuziehen. Nur unter Beachtung des richtigen Drehmoments sitzen die Schrauben fest im Gewinde. Nach einer bestimmten Laufleistung im Anschluss an den Radwechsel solltest du die Räder noch einmal nachziehen und dabei ebenfalls das Drehmoment im Blick behalten.

  • Für normale Pkw liegt das Drehmoment meistens zwischen 80 und 150 Nm.
  • Bei Vans und Kleintransportern kann der Wert bei etwa 200 Nm liegen.

Wie lässt sich das richtige Drehmoment ermitteln?

Welches Anzugsdrehmoment für deine Schraubarbeiten geeignet ist, erfährst du in den Hinweisen des Fahrzeug- oder Ersatzteilherstellers. Die Betriebsanleitung enthält oft eine Tabelle für die jeweiligen Bauteile, beispielsweise für Kurbelwelle und Zylinderkopf. Bei den Schraubenherstellern gibt es ebenfalls Listen mit Drehmomenten für Schrauben und Muttern in verschiedenen Ausführungen. Dabei sind mehrere Details zu berücksichtigen:

  • Schraubengrösse
  • Material
  • Zugfestigkeit
  • Streckgrenze

Eine umfassende Liste hilft dir dabei, für jede Schraubverbindung das ideale Drehmoment zu ermitteln. Ein paar Handgriffe reichen aus, um den Drehmomentschlüssel korrekt einzustellen.

Welches Drehmoment-Werkzeug steht zur Verfügung?

Für die verschiedenen Schraubverbindungen gibt es verschiedene handgeführte Schraubwerkzeuge, die du passend zu deinen Bastelprojekten aussuchen und einstellen kannst:

  • anzeigende Drehmomentschlüssel oder Messschlüssel
  • auslösende Drehmomentschlüssel, auch Klick- oder Knackschlüssel genannt
  • Drehmoment-Schraubendreher
  • Drehmoment-Adapter als Aufsatz

Die kleinen Adapter verwandeln deinen klassischen Bit-Halter zu einem flexibel einsetzbaren Drehmoment-Schraubendreher. Damit bist du für die nächsten Schraubarbeiten richtig ausgerüstet.

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