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Altöl richtig entsorgen: 7 Tipps zum Umgang mit gebrauchten Ölen

Altöl richtig entsorgen: 7 Tipps zum Umgang mit gebrauchten Ölen

Die meisten Fahrzeughalter lassen den Ölwechsel bei ihrem PKW in der Werkstatt durchführen. Für sie stellt sich die Frage nach der fachgerechten Entsorgung kaum. Doch Altöl ist so umweltschädlich, dass jeder Autofahrer darüber Bescheid wissen sollte. Wusstest du, dass ein Liter Altöl bis zu eine Million Liter Trinkwasser verunreinigen kann? Gebrauchte Öle enthalten wertvolle Rohstoffe. Bis zu 70 Prozent werden zu Basisölen recycelt und weiterverarbeitet, der Rest energetisch genutzt. Wie ist die Altölentsorgung in der Schweiz geregelt? Wo gibt es Sammelstellen und welche Kosten fallen an? Wir haben die wichtigsten Schritte zu einer sachgerechten Entsorgung von Altöl zusammengestellt.

1. Was Altöl ist und wo es anfällt

Öle, die als Abfall anfallen, werden als Altöl bezeichnet. Sie bestehen aus Mineralölen, synthetischen oder biogenen Ölen. Dazu gehören:

  • Öle aus Verbrennungsmotoren
  • Öle aus der metallverarbeitenden Industrie
  • Öle aus hydraulischen Anlagen
  • Gemische aus verschiedenen Altölen
  • Gemische aus Altöl und Wasser

Mineralöle werden aus Erdöl oder Kohle gewonnen. Der grösste Anteil gebrauchter Mineralöle entsteht in der Industrie. In Haushalt fällt nur wenig Altöl an, meist nur in Form von Motorenöl. Speiseöle werden aus tierischen Quellen oder durch das Auspressen von Ölfrüchten und -saaten gewonnen. Privathaushalte produzieren ohnehin nur kleine Mengen gebrauchter Öle und Fette. Grössere Mengen Altspeiseöl entstehen in der Gastronomie, zum Beispiel in Form von Frittierfett oder in der Nahrungsmittelproduktion.

2. Die Regeln, die in der Schweiz für die Entsorgung von Abfällen gelten

Das Umweltschutzgesetz (USG) regelt die Grundsätze der Abfallentsorgung in Bezug auf den Schutz der Umwelt. Es gilt:

  • Menschen, Tiere und Pflanzen sowie ihre Lebensräume sind vor schädlichen Einwirkungen zu schützen. Die natürlichen Lebensgrundlagen, vor allem die biologische Vielfalt und die Bodenfruchtbarkeit, sind zu erhalten. (Vorsorgeprinzip, Artikel 1, USG)
  • Der Verursacher trägt die Kosten. (Verursacherprinzip, Artikel 2, USG)
  • Die Abfallerzeugung soll weitestgehend vermieden werden. (Vermeidungsprinzip Artikel 30, USG)
  • Abfälle müssen soweit wie möglich verwertet werden. (Verwertungsprinzip, Artikel 30, USG)
  • Abfälle müssen umweltverträglich und möglichst im Inland entsorgt werden.

Im Artikel 30 des Umweltschutzgesetzes werden die Prinzipien des Umgangs mit Abfällen anhand der Abfallpyramide erläutert. Sie enthält fünf Stufen: Vermeidung – Sammlung – Behandlung – Verwertung – Ablagerung.

3. Die verschiedenen Abfallarten unterscheiden lernen

Abfall ist nicht gleich Abfall. Je nach Zusammensetzung und Entstehungsort werden verschiedene Abfallarten unterschieden. Die Einteilung und getrennte Sammlung der Abfallarten ist die Voraussetzung für die Wiederverwertung. Die wichtigsten Abfallarten sind:

  • Siedlungsabfälle (Kehricht aus Haushalten oder Gewerbebetrieben)
  • Wertstoffe (Glas, Papier, Kunststoff, Altmetall, Verpackungsmaterialien)
  • Biogene Abfälle (Grünschnitt, Lebensmittelabfälle, Klärschlamm, Holzabfälle, Abfälle aus der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie)
  • Sonderabfälle (Batterien, Leuchtstoffröhren, Geräte, Farben, Lacke, Motorenöl, Lösungsmittel, Medikamente)

4. Sammelstellen für Reste von Farben, Lacken, Lösungsmitteln und Motorenöl finden

Wer gefährliche Sonderabfälle wie Altöl, Farb- und Lösungsmittelreste regelwidrig im Hausmüll oder in der Natur entsorgt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Für die Entsorgung dieser Abfälle aus Privathaushalten gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Sammelstellen für Sonderabfälle gibt es auch in deiner Region. Gebrauchtes Motorenöl, Getriebeöl, Schmieröl, Frittieröl und Speiseöl kannst du dort abgeben. Die Abgabe von Sonderabfällen ist in haushaltsüblichen Mengen auch beim Schadstoffmobil möglich. Bei der Kantonsverwaltung sowie bei den regionalen Entsorgungsunternehmen erhältst du Informationen zu den Standorten und Öffnungszeiten der Sammelstellen und den Routen des Schadstoffmobils.
  • Eine andere Möglichkeit ist die Rücknahme in der Verkaufsstelle. Geschäfte, die Öl verkaufen, sind zur Rücknahme des Altöls verpflichtet. Empfohlen wird, den Kassenbon aufzuheben. Einige Verkäufer stellen mit dem Verkauf einen Gutschein für die Rücknahme aus.
  • In Tankstellen oder Autowerkstätten kannst du gebrauchtes Motorenöl abgeben.
  • Grössere Mengen Altöl werden auf Wunsch von Entsorgungsunternehmen abgeholt.

5. Die Kosten für die fachgerechte Entsorgung von Altöl

Die Städte und Gemeinden in der Schweiz sind zur Einrichtung von Sammelstellen für mineralisches Altöl sowie Altspeiseöl verpflichtet. Aufgrund des enormen umweltschädlichen Potenzials und der Gefahr für Mensch und Tier werden die fachgerechte Sammlung und die exakte Trennung regelmässig durch die Kantone kontrolliert. Die Annahme von Altöl aus Privathaushalten erfolgt kostenlos. Die Kosten werden durch die Grundgebühr gedeckt. Gewerbetreibende sind für die Kosten der Altölentsorgung selbst verantwortlich.

6. Die Entsorgung von Speiseöl

Auch gebrauchtes Speiseöl aus der Nahrungsmittelproduktion und Gastronomiebetrieben gehört zum Altöl. Es darf auf keinen Fall in die Kanalisation gelangen. Altspeiseöle können weiter zu Futtermitteln verarbeitet oder zur Herstellung von Biogas oder Biodiesel genutzt werden. Voraussetzung für die Weiterverarbeitung ist, dass die Speiseöle frei von Verunreinigungen durch mineralische Öle sind. Auch Speisereste dürfen nicht in den Ölen vorhanden sein. Altspeiseöle, die Verunreinigungen aufweisen, müssen einer thermischen Verwertung zugeführt werden.

7. Das Anfallen von Altöl reduzieren

Um die Frage nach der Entsorgung zu vermeiden, sorge am besten dafür, dass bei dir so wenig Altöl wie möglich anfällt:

  • Reibe fettige Pfannen und Kochgeschirr vor dem Abwasch mit Küchenpapier aus.
  • Wechsle das Motorenöl nicht zu häufig. Moderne Autos fahren bis zu 30.000 Kilometer ohne Ölwechsel.
  • Bevorzuge qualitativ hochwertiges Motorenöl. Umso höher die Qualität, umso seltener ist ein Ölwechsel erforderlich und umso weniger Altöl entsteht.

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