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Viehanhänger: Wissenswertes zum Transport von kleinen und grossen Tieren

Viehanhänger: Wissenswertes zum Transport von kleinen und grossen Tieren

Egal, ob Landwirt oder Pferdeliebhaber: Fast jeder Grosstierhalter trägt sich irgendwann mit dem Gedanken, einen Viehtransporter anzuschaffen. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, wird schnell feststellen, dass es vor der endgültigen Kaufentscheidung einiges zu bedenken gibt. Von A wie Alurahmen bis Z wie Zubehör – mit diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Informationen rund um den Betrieb solcher Transportfahrzeuge zusammen.

Wo und wie kann ich einen Viehwagen zulassen?

Jeder Viehanhänger muss bei der Zulassungsstelle des zuständigen Strassenverkehrsamtes angemeldet werden. Dazu benötigst du folgende Dokumente:

  • Versicherungsnachweis (Bestätigung einer Fahrzeugversicherung)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • im Falle der Stilllegung eines alten Viehtransporters auch dessen Fahrzeugbrief
  • Datenbestätigung oder COC-Papiere

Bei der Zulassungsstelle erhältst du die Zulassungbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein) sowie ein amtliches Nummernschild. Damit ist der Anhänger offiziell zum Betrieb im Strassenverkehr angemeldet.

Welche Anhänger-Typen gibt es für Viehtransporter?

Generell ist natürlich wichtig, dass der Anhänger in seiner Grösse und Bauart zum Zugfahrzeug passt. Der Händler wird dich dazu gern ausführlich beraten. Die klassischen Modelle für Viehtransporte sind Einachser oder Zweiachser mit einer starren Deichsel. Über diese ist der Anhänger mit dem Zugfahrzeug verbunden. In der Regel sind die Anhänger mit einer Vorrichtung zur Stromversorgung ausgestattet, die mit dem Transportfahrzeug gekoppelt wird. Wenn der Abstand der beiden Achsen weniger als einen Meter beträgt, spricht man von einem Tandemachser. Bauformen mit mehr als 750 Kilogramm Gewicht müssen über zusätzliche Bremsen verfügen. Viehanhänger sind aus Holz oder Aluminium konstruiert und mit einem schützenden Aufbau versehen.

Ausstattung und Zubehör: Woran erkenne ich einen guten Viehanhänger?

Schon einfache Anhänger-Typen sind heute meist mit einem Rahmen aus feuerverzinktem Metall verschweisst. Achten solltest du vor allem auf stabile, rutschfeste Böden. Sie ermöglichen den Tieren einen sicheren Stand. Gute Viehanhänger erkennt man natürlich am besten an der robusten, aber dennoch unkomplizierten Handhabung der Bedienelemente. Das heisst also:

  • Verarbeitung der Verbindungsteile ohne scharfe Kanten
  • Klappen lassen sich leicht öffnen
  • Elektronik-Verbindungen sind mit wenigen Handgriffen montiert
  • Laderampen bieten am Boden eine sichere Haftung

Das Innere des Anhängers muss leicht zugänglich und gut zu reinigen sein. Ein weiteres Merkmal für gute Qualität: Ersatzteile sind ohne Probleme erhältlich und leicht austauschbar.

Hochlader, Tieflader oder Kastenanhänger: Worin bestehen die Unterschiede zwischen den Bauformen?

Beim Hochlader liegt die Ladefläche oberhalb der Räder. Daher entspricht ihre Breite der sogenannten Trailerbreite. Beim Tieflader dagegen ist die Pritschenfläche zwischen den Rädern angebracht. Die tatsächliche Nutzfläche ist hier also etwas eingeschränkt. Der Vorteil des Tiefladers liegt allerdings in seiner niedrigeren Ladehöhe. Er hat auch einen tieferen Schwerpunkt, was sich positiv auf die Strassenlage auswirkt.

Der Kastenanhänger zählt in seinem Konstruktionsprinzip zu den Standardmodellen, die schon für ein kleineres Budget zu haben sind. Dasselbe gilt auch für den Kipper, eine leicht zu handhabende Bauform. In der einfacheren Version sind die Viehwagen mit einer Plane verschliessbar. Das spart kosten, ist allerdings etwas zeitraubender. Wer es beim Zubehör komfortabler mag, wird sich für einen Viehanhänger mit aufklappbarer Kunststoffhaube entscheiden.

Weshalb weisen Pferdeanhänger besondere Merkmale auf?

Pferdeanhänger sind heute normalerweise geschlossene Viehtransporter mit hohen Seitenwänden und einem Dachaufbau aus Aluminium oder Kunststoffguss. Ihr besonderes Merkmal: Sie laufen vorn spitz zu, was für bessere Fahreigenschaften sorgt. Die Pferde können durch eine Rampe hinten oder eine beidseitige Rampe ein- und ausgeladen werden. In der innovativeren Bauart sind diese Viehwagen so konstruiert, dass die Pferde im Laderaum schräg stehen. Die luxuriösen Modelle verfügen beispielsweise über eingebaute Futterstellen und Stauraum für Turnier-Zubehör. Es gibt mittlerweile sogar Pferdeanhänger mit integrierter Videoüberwachung.

Welche Vorschriften gelten für den Betrieb eines Viehanhängers mit dem Pkw?

Erste Voraussetzung zum Führen eines Hängers ist natürlich dessen Verkehrszulassung und eine entsprechende Anhängerkupplung am Kraftfahrzeug. Der Inhaber eines Führerscheins der Klasse B darf alle Ein- oder Tandemachser mit einem Gesamtgewicht bis zu 750 Kilogramm ziehen. Wenn die Gesamtmasse aus Pkw und Hänger weniger als 3500 Kilogramm beträgt, darf der Viehanhänger auch schwerer sein. Zum Führen eines Anhängers mit einem Gewicht von mehr als 750 Kilogramm ist der Anhängerführerschein BE notwendig. Dabei darf sein Gesamtgewicht aber nicht mehr als 3500 Kilogramm ausmachen.

Was muss ich bei Fahrten mit dem Anhänger besonders beachten?

In der Schweiz beträgt die Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge mit Anhänger 80 km/h. Die zulässige Nutzlast solltest du dabei keinesfalls überschreiten. Die Bereifung darf laut Gesetz nicht älter als sechs Jahre alt sein. Achte beim Kauf eines Viehwagens auch immer auf ein einwandfreies Fahrwerk. Wenn du noch nie mit einem Hänger unterwegs warst oder länger nicht gefahren bist, übe zuerst auf einer Freifläche. So bekommst du ein besseres Gefühl für die Fahreigenschaften deines Gespanns. Und zu guter Letzt: Für deine Tiere bedeutet der Transport immer eine hohe Belastung. Sie müssen daher nicht nur gut gesichert sein. Genauso wichtig ist auch ihre Versorgung mit ausreichend Nahrung und Flüssigkeit.

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