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Reifenreparatur statt Neukauf - Geld sparen und Ressourcen schonen

Irgendwann einmal passiert es jedem Autofahrer: Ein Reifen ist platt. Schuld war meist ein spitzes, scharfkantiges Kleinteil, das ein Loch in den Reifen gebohrt hat. Das ist ärgerlich, aber glücklicherweise erfordert nicht jeder Reifenschaden gleich einen Neukauf. Kleinere Schäden am Pneu können in einer Fachwerkstatt repariert werden – zu einem Bruchteil des Preises, den ein neuer Reifen kosten würde.

Bei Reifenschaden reparieren lassen oder Reifen und Felgen neu kaufen?

Die Vorteile einer Reifenreparatur liegen auf der Hand:

  • Du sparst Ressourcen und schützt damit die Umwelt.
  • Du schonst deinen Geldbeutel.

Tatsächlich liegt die Kostenersparnis bei bis zu 90 Prozent gegenüber einem Neukauf, denn in der Regel muss dann auch der andere Pneu auf der Achse gewechselt werden. Beide Reifen auf einer Achse sollten zumindest annähernd die gleiche Reifenprofiltiefe aufweisen, damit die Sicherheit und das Fahrverhalten nicht beeinträchtigt werden und die korrekte Funktion des Reifendruckkontrollsystems gewährleistet ist.

Auch beim Kauf von neuen Reifen kannst du Geld sparen. Es lohnt sich, vor dem Kauf die Preise für Winterreifen, Sommerreifen und Kompletträder bei Werkstätten in deiner Nähe zu vergleichen. Bei auf Reifen und Felgen spezialisierten Werkstätten hast du eine grössere Auswahl und findest dort auch günstigere Preise für Sommer- und Winterreifen vor. Aber nicht nur der Preis sollte ausschlaggebend sein, sondern auch der Service. Einige Werkstätten bieten einen kostenlosen Sicherheitscheck an und prüfen beispielsweise deine Windschutzscheibe auf Steinschlag.

Wann kann ein Pneu repariert werden – und wann nicht?

Grundsätzlich kann ein Reifen nur bei einem kleinen Schaden im mittleren Bereich der Lauffläche repariert werden. Ein eingefahrener Nagel in der Mitte des Reifens wäre somit in der Regel kein Problem. Ausschlusskriterien sind:

  • Löcher ab 6 Millimeter Durchmesser
  • Risse
  • Löcher in der Flanke
  • ein insgesamt schlechter Zustand des Reifens

Beachte auch, dass eine professionelle Reifenreparatur auch dann nicht möglich ist, wenn du den Pneu bereits mit einem Reifendichtmittel provisorisch repariert hast. Dabei verklebt der Pneu komplett und wird dadurch unbrauchbar.

Was mache ich, wenn mein Reifen Luft verliert?

Wenn du unterwegs eine Reifenpanne hast, solltest du sofort die Warnleuchten einschalten, deine Sicherheitsweste anziehen und das Warndreieck aufstellen. Um den Reifen zu retten, sollte das Rad nun nach Möglichkeit durch das Reserverad ersetzt werden. Dann kannst du den defekten Reifen zu einer Fachwerkstatt zur Reifenreparatur bringen. Wenn du den reparierten Reifen später wieder abholst und anschliessend zu Hause selbst an deinem Fahrzeug montieren willst, vergiss nicht, etwas Schmiermittel auf die Nabe zu geben. Das Rad kann dann bei der nächsten Demontage leichter heruntergezogen werden.

Hast du kein Ersatzrad, dann gilt: Wenn der Reifen nur leicht Luft verloren hat und du eine Tankstelle zum Luft nachpumpen in der Nähe findest, kannst du dort ausprobieren, ob die Luft längere Zeit hält. Dann kannst du vorsichtig zur nächsten Werkstatt fahren. Optimal ist es jedoch nicht, mit dem beschädigten Reifen zu fahren. Dabei besteht die Gefahr, dass sich der Reifenschaden vergrössert und eine Reifenreparatur dann nicht mehr möglich ist.

Wann kommt eine provisorische Reifenreparatur infrage?

Wenn sich aufgrund des Alters oder der Reifenprofiltiefe die Reifenreparatur nicht mehr lohnt, kannst du den defekten Reifen auch mit einem Reifenreparaturset oder Pannenspray selbst provisorisch reparieren. Eine richtige Reifenreparatur ist danach nicht mehr möglich, aber du kannst sicher bis zur nächsten Werkstatt fahren, um dort neue Reifen montieren zu lassen. Hast du Sensoren eines Reifendruckkontrollsystems an den Innenseiten der Felgen? Dann darfst du das Pannenspray nicht benutzen, da du dabei die Sensoren beschädigst.

Was mache ich bei einer Reifenpanne auf der Autobahn?

Auf der Autobahn gilt: Auf keinen Fall solltest du versuchen, dort das Rad zu wechseln. Liegen Reifenteile auf der Fahrbahn, lass sie dort liegen. Rufe lieber die Polizei, damit sie die Unfallstelle sichern kann. Anschliessend rufst du deine Versicherung oder den Automobilclub an, damit sie dir einen Abschleppwagen schicken. Halte dich, während du wartest, in einem sicheren Bereich auf.

Wie funktioniert ein Reifendruckkontrollsystem?

Ein Reifendruckkontrollsystem soll durch die Meldung eines zu niedrigen Reifendrucks einen vorzeitigen Verschleiss verhindern. Dadurch vermindert sich das Unfallrisiko, denn die Hauptursache für Reifenschäden ist ein zu niedriger Luftdruck. Die Messung des Reifendrucks erfolgt dabei entweder durch Reifendrucksensoren an den Felgen im Inneren des Reifens (direktes System) oder anhand von Veränderungen der Drehzahl oder des Schwingungsverhaltens der Räder (indirektes System). In allen Neufahrzeugen ab Ende 2014 ist ein solches System bereits installiert. Für ältere Fahrzeuge besteht die Möglichkeit, es als Zubehör nachzurüsten.

Was hat es mit dem Reifenlabel auf sich?

Achte beim Reifenkauf auch auf das sogenannte Reifenlabel. Es ist dreigeteilt und macht Angaben über

  • die Kraftstoffeffizienz eines Reifens
  • seine Bremseigenschaften auf nasser Fahrbahn (Nasshaftungsklasse)
  • das Rollgeräusch

Ein Reifen mit besserer Kraftstoffeffizienz-Bewertung auf dem Reifenlabel kann dir helfen, Sprit zu sparen. Eine bessere Nasshaftung erhöht durch die Verringerung des Bremsweges auf nasser Fahrbahn deine Sicherheit. Mit dem Rollgeräusch ist das Vorbeifahrgeräusch gemeint, das man hört, wenn das Fahrzeug an einem vorbeifährt.

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