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Lackierkabine – der richtige Ort für Spritzarbeiten

Lackierkabine – der richtige Ort für Spritzarbeiten

Zum sicheren und gleichmässigen Lackieren ist eine spezielle Anlage nötig. Dieser abgeschlossene Raum ist speziell auf das Auftragen von Lacken und Beschichtungsstoffen ausgelegt. Lackierkabinen sind so aufgebaut, dass sie sich für verschiedene Applikationstechniken eignen. Bei den professionellen Ausführungen ist die Erfüllung der geltenden Normen sichergestellt. Wenn du über unser Portal eine Lackierwerkstatt für dein Auto auswählst, kümmern sich die Fachleute um die Steuerung der Lackierwerkzeuge. Abhängig von deinen Ansprüchen kannst du auch selbst eine Kabine für die Lackierarbeiten und die Vorbehandlung bauen.

Wie funktioniert die Lackier- und Trockenkabine?

Bei den meisten Lackierkabinen handelt es sich um kombinierte Spritz- und Trockenkabinen. Diese unterstützen den effizienten Lackiervorgang und eine kurze Trocknung. Die Grundfunktionen sind eng miteinander verbunden:

  • Die Frischluft für Lackieranlagen kommt durch ein Zuluftsystem oder einen Frischluftventilator von aussen in die Kabine.
  • Ein Feinfilter in der Decke ist für die Sauberkeit der Luft verantwortlich.
  • Während des Lackiervorgangs sorgen Vorfilter und Heizung kontinuierlich für die richtige Lufttemperatur.
  • Die gefilterte und aufgewärmte Zuluft bewegt sich von oben nach unten. Dabei bindet sie den Farbnebel und nimmt ihn mit.

Welche Arten von Lackieranlagen gibt es?

Bei den Lackierkabinen gibt es verschiedene Bauarten. Bei den Herstellern von Autos und Nutzfahrzeugen kommen grossräumige Lackieranlagen zum Einsatz. Für den industriellen Einsatz stehen ebenfalls grosse Pulverbeschichtungsanlagen zur Verfügung. Hier erhältst du einen kurzen Überblick über die häufigsten Arten von Lackierkabinen. Es gibt:

  • Grossraumspritzkabinen für Serien und Grossteile
  • Durchlauf- und Taktspritzkabinen für die Serienproduktion
  • Omegaspritzkabinen mit ESTA-Scheibe für die Produktion von Kleinteilen
  • Flachspritzautomaten
  • Kombimaschinen in Spezialbauweise

Abhängig von Bauart und Ausstattung eignen sich diese Kabinen nicht nur zum Lackieren, sondern auch für andere Arbeiten wie die Reinigung. Bei den Lackierkabinen für den professionellen Bedarf sind oft zusätzliche Geräte für die Steuerung integriert. Zudem lassen sich einzelne Funktionen wie die Luftleistung präzise regulieren.

Wie ist die Lackierkabine aufgebaut?

Der Aufbau der Lackieranlagen richtet sich nach dem jeweiligen Einsatz. Das gilt für die Komplettkabinen direkt vom Hersteller ebenso wie für deine selbst gebaute Lackierkabine. Zu den wichtigen Elementen gehören der geschlossene Raum, die technische Lüftung und eine gute Beleuchtung. Nur mit dieser Grundausstattung ist ein sicheres Arbeiten mit der Lackier- oder Pulverpistole möglich.

In einer komplett ausgerüsteten Lackierkabine kannst du nicht nur manuell lackieren. Lackierroboter ermöglichen eine Halb- oder Vollautomatisierung der Arbeitsschritte. Vor allem die kombinierten Spritz- und Trockenkabinen sind sehr gefragt. Durch ihr kompaktes Format benötigen sie nur wenig Platz. In einer solchen Kabine kannst du Werkstücke lackieren, abdunsten und trocknen. Beim Trockenmodus sorgt eine Klappensteuerung für Umluft. Damit ist ein schnelles und wirtschaftliches Aufwärmen der Werkstücke gewährleistet.

Welche Möglichkeiten beim Lackieren gibt es?

Bei der Lackierung stehen mehrere Optionen zur Auswahl. Wichtig ist, dass du den zerstäubten Beschichtungsstoff gleichmässig aufträgst. Die Lackierkabine dient unabhängig vom Verfahren als sicherer Schutzraum. Welche Lackiermethode du anwendest, hängt von der Art des Werkstücks und von deinen Vorstellungen ab:

  • Streichen oder Rollen
  • Tauchlackieren
  • Sprühen und Spritzen mit einer Pistole
  • elektrostatisches Spritzen
  • Coil Coating

Auch eine Pulverbeschichtung oder Pulverlackierung ist möglich. Hierfür gibt es spezielle Pulverbeschichtungsanlagen und Pulverpistolen. Die Pulverlackierung eignet sich vor allem für Bauteile aus Stahl und Aluminium, die elektrisch leitfähig sind.

Worauf müssen die Hersteller von Lackierräumen achten?

Bei der Planung eines Lackierraums ist zunächst auf die erforderlichen Abmessungen zu achten. Wenn du etwas Erfahrung mit Lackierarbeiten hast, wünschst du dir ausserdem eine strategisch gute Aufteilung und eine zuverlässige Ausstattung. Die Nutzer einer Lackierkabine sollten ohne Hindernisse den Spritzbereich betreten und das zu bearbeitende Werkstück ablegen können. Mit dem leicht zugänglichen Spritzgerät beginnt dann der Lackierprozess.

Grössere Lackier- und Trockenkabinen bieten die Möglichkeit, mit einem Transportwagen gleich mehrere Werkstücke in den Spritzbereich zu bringen. Damit verkürzen sich die Wege beim Lackiervorgang. Weitere wichtige Merkmale für die Kabine:

  • Die Pistole im Arbeitsbereich sollte einfach zu befüllen sein.
  • Beim Lackieren selbst darf die Vernebelung nicht zu stark sein.
  • Lackierbereich und Trockner sollten nah beieinanderliegen.

Was ist beim Eigenbau einer Spritzkabine zu beachten?

Wenn du eine eigene Lackierkabine bauen möchtest, ist eine zuverlässige Abtrennung der Wände nötig, damit kein Sprühnebel durchdringt. Die Lackierbox braucht ausserdem eine funktionale Ausstattung, damit du sicher und effizient arbeiten kannst. Dabei solltest du die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Die Raumluft sollte staubreduziert sein.
  • Farbnebel und Verdünnungsdämpfe müssen abgesaugt werden.
  • Eine gute Heizung beschleunigt den Trocknungsprozess.

Um den Farbnebel und die Dämpfe zu binden, eignet sich eine sogenannte „Wasserwand“. Als Heizelement bietet sich ein Infrarotheizkörper an.

Autogarage, Händler oder Werkstatt: Für wen lohnt sich eine Lackierkabine?

Für häufige Lackierarbeiten zu Hause lohnt sich eine selbst gebaute Lackierbox. Allerdings muss ausreichend Platz für die Kabine vorhanden sein. Dafür schützt sie den Garagenboden und die Umgebung vor Farbspritzern. Ausserdem verhinderst du damit, dass sich der Lackgeruch im Haus ausbreitet. Die professionelle Einrichtung einer Kabine lohnt sich vor allem für:

  • Autohändler und Autogaragen
  • spezialisierte Lackierwerkstätten
  • Autoaufbereiter
  • Kfz-Werkstätten

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