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Doppelkupplungsgetriebe – Vor- und Nachteile der modernen Schaltung

Doppelkupplungsgetriebe – Vor- und Nachteile der modernen Schaltung

Das erste Fahrzeug, das in Serie mit einem Direktschaltgetriebe eingeführt wurde, war ein Volkswagen, der über eine nasslaufende Doppelkupplung verfügte. Das Schaltgetriebe hat sich bewährt, schaltet schnell und effizient und wurde dann von verschiedenen Herstellern in unterschiedlichen Fahrzeugtypen verbaut, so beim Audi Quattro S1, von Alfa Romeo, BMW oder Fiat. Das Doppelkupplungsgetriebe fährt sich dabei so bequem wie ein Automatikgetriebe und ist gleichzeitig so praktisch wie das manuelle Getriebe.

Was ist ein Doppelkupplungsgetriebe?

Das Doppelkupplungsgetriebe gehört zu den automatischen Schaltgetrieben, das aus zwei Teilgetrieben für den Gangwechsel besteht. Das bedeutet, dass die Getriebesteuerung den Gang jeweils eigenständig wählt und auf das Fahrverhalten und die Geschwindigkeit abstimmt. Über einen Wählhebel kannst du als Fahrer auch die zugelassenen Drehzahlbereiche beeinflussen. Das Drehmoment erfolgt dabei über zwei Kupplungen, die mit dem Antrieb verbunden sind. Dabei schliesst eine Kupplung, während sich die andere gleichzeitig öffnet. Es erfolgt beim Gangwechsel keine Zugkraftunterbrechung.

Wie funktioniert das DSG Getriebe mit Automatik?

Das DSG Getriebe ist ein Schaltgetriebe mit Automatik und besitzt zwei Teilgetriebe mit jeweils einer Kupplung für den automatischen Gangwechsel. Eines der Teilgetriebe ist für die geraden Gänge, die andere für die ungeraden zuständig. Je nach Getriebeart kann der Rückwärtsgang sowohl dem einen als auch dem anderen Teilgetriebe zugeordnet sein. Beide arbeiten dabei auf einem gemeinsamen Getriebeausgang – das ist die Besonderheit des DSG Getriebes. Eine elektronische Steuerung in Form von Programmen ist dazu gedacht, die Gangschaltung und Wahl des Gangs an die Geschwindigkeit anzupassen. Die Antriebstechnik wird entweder hydraulisch oder elektromechanisch umgesetzt.

Welche Vorteile hat das DSG Getriebe für den Gangwechsel im Auto?

Da der Gangwechsel automatisch durch zwei Teilgetriebe bewirkt wird, erfolgt hier keine Unterbrechung der Zugkraft. Die jeweils eigene Kupplung ist mit dem Schwungrad des Motors verbunden. Bei drehmomentschwachen Motoren geschieht das Schalten über eine trockene Kupplung, bei stärkeren Motoren über eine laufende Mehrscheiben-Lamellenkupplung im Ölbad. Der Wirkungsgrad reduziert sich bei letzterer Variante. Vorteile bringt das DSG Getriebe, weil bei deinem Fahrzeug immer schon der nächste Gang oder die nächste Schaltstufe eingelegt ist. Das bedeutet, dass eine Fahrstufe immer aktiv ist und die andere sich gleichzeitig im Stand-by-Modus befindet. Das verbessert die Beschleunigung.

Wie schalte ich bei einem Direktschaltgetriebe in den einzelnen Gang?

Die Automatik ist mit anderen vergleichbar und auch in der Handhabung ähnlich. Du kannst über einen Wählhebel in den Schaltvorgang eingreifen, wenn du den Wagen in Gang setzt, rückwärts fährst oder parken möchtest. Auch beim Berganfahren gibt es die Möglichkeit, zu schalten. Das Getriebe ist in zwei Bereiche aufgeteilt, wobei jeder Bereich mit geraden und ungeraden Gängen arbeitet. Jedes Gangpaar wiederum arbeitet mit einer eigenen Kupplung.

Die fehlende Zugkraftunterbrechung erlaubt bei einem Doppelkupplungsgetriebe nur, dass du immer von einem geraden in einen ungeraden Gang schalten kannst. Entsprechend ist es nicht möglich, dass du vom ersten in den dritten Gang schaltest. Die verbaute Steuerung wählt eigenständig und situationsabhängig das Teilgetriebe aus, das benötigt wird. Wenn du im dritten Gang bei niedriger Drehzahl und hoher Last den zweiten Gang einlegst, musst du immer die Doppelkupplung betätigen, damit das Moment sich korrekt überträgt. Trittst du dann das Gaspedal durch, schaltet das Getriebe nicht direkt in den dritten Gang, sondern vom ersten erst in den zweiten und dann in den dritten. Wenn du im dritten Gang fährst, ist bereits die vierte Fahrstufe eingelegt, während die dafür zuständige Kupplung offen bleibt und leer im Gang mitläuft. Gibst du dann Gas, wird die Kupplung der dritten Stufe geöffnet und die des vierten Gangs geschlossen. Das spart Benzinkosten und verhindert Irrtümer beim Schalten.

Wie unterscheiden sich Automatik und Doppelkupplungsgetriebe?

Ein herkömmliches Automatikgetriebe ist eher träge und verbraucht in der Regel auch mehr Sprit. Moderne Ausführungen sind allerdings bereits geschmeidiger und auf die Fahrleistung besser abgestimmt. Automatikgetriebe sind deutlich teurer als manuelle Handschaltgetriebe, bleiben dabei in der Schaltung einfach und unkompliziert.

Ein DSG Getriebe wiederum ist kleiner und leichter, erhöht den Fahrkomfort und spart mehr Benzin. Im direkten Vergleich mit dem Automatikgetriebe, das einen hydraulischen Wandler besitzt, kann das bis zu zehn Prozent ausmachen. Die Elektronik arbeitet sehr präzise. Du kannst daher mit einer Doppelkupplung schneller als ein Automatikgetriebe oder per Hand agieren. Dazu ist es möglich, dass du das Schaltpedal über das Lenkrad und über die Mittelkonsole bedienst.

Welche Nachteile hat das DSG Getriebe?

Nachteilig sind bei einem Doppelkupplungsgetriebe die höheren Kosten. Gegenüber manuellen Getriebearten macht das etwa 1.000 bis 2.000 Euro aus. Komplizierter ist auch die kurze Pause, die beim Einlegen einer Wählstufe und beim Anfahren entsteht. Wenn du dein Fahrzeug startest und anfährst, kann das bei dem DSG sehr abrupt und ruckelig erfolgen. Du benötigst entsprechend etwas Fingerspitzengefühl, um mit der Schaltung zurechtzukommen.

Welche Probleme können bei einem Doppelkupplungsgetriebe auftreten?

Gegenüber manuellen Getriebearten ist die Technologie mit Automatik weniger anfällig und weist auch eine lange Haltbarkeit auf. Gleiches gilt für das Doppelkupplungsgetriebe. Probleme können dann auftreten, wenn die Mechatronik beschädigt ist. Diese besteht aus einer Steuerelektronik, einer Öldruckpumpe und einer Stellmechanik und setzt die Daten der Schaltbefehle um. Ein Austausch in einer Werkstatt ist relativ teuer. Noch hat auch kein Hersteller ein ausgereiftes DSG System gegen Anfahrstörungen zu bieten. Das harte Schalten und Ruckeln beim Anfahren bleibt weiterhin bestehen.

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