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Russpartikelfilter reinigen – Wie geht das?

Die gelbe Leuchte brennt beim Dieselfahrzeug. Das bedeutet, der Russpartikelfilter ist voll. Doch wie kann das sein? Eigentlich sollte sich der Dieselpartikelfilter von selbst reinigen. Die Autohersteller versprechen: Alle paar hundert Kilometer führt der Partikelfilter selber eine Regeneration durch, indem die hohen Abgastemperaturen den Russ verbrennen. Bei kurzen Strecken bringt das Auto aber nicht die notwendige Temperatur dafür auf. Ausserdem entsteht bei der Verbrennung Asche, die das Auto nicht so einfach loswird. Dann musst du den Russpartikelfilter entweder in die Werkstatt bringen oder selber reinigen. Die Hersteller raten von der Reinigung ab, durchaus machbar ist es aber.

1. Personenkraftwagen abkühlen lassen

Lasse das Fahrzeug mindestens eine Stunde lang ruhen, damit es sich abkühlen kann. Im erhitzten Zustand solltest du die Reinigung auf keinen Fall vornehmen. Die Reinigungsmittel sind in der Regel kühl, was beim Einführen in eine erwärmte Abgasanlage zu Spannungsrissen führen kann. Lese dir währenddessen aufmerksam die Hinweise des Reinigungsmittels durch, um die Reinigung auch richtig durchzuführen. Du findest die richtigen Reiniger für Russpartikelfilter beim Händler vom Fach.

2. Russpartikelfilter freilegen

Um mit der Reinigung beginnen zu können, musst du zunächst den Dieselpartikelfilter von allen Bauelementen befreien, die dir im Wege stehen könnten. Entferne auch alle an der Abgasanlage befestigten Sensoren. Möglicherweise ist eine komplette Demontage notwendig.

3. Mit der Reinigung beginnen

Befestige nun die Sprühsonde mit dem Reinigungskonzentrat an der Flasche. Beachte dabei die Angaben des Herstellers, wie das genau funktioniert. Schüttele einmal die Flasche gut durch. Führe dann die Sprühsonde durch eines der Löcher des Dieselpartikelfilters. Sprühe das Mittel im Takt von fünf bis zehn Sekunden etwa fünf Sekunden lang in den Russpartikelfilter. Verfahre grundsätzlich jeweils so, wie das auf der Flasche angegeben ist. Drehe dabei die Flasche mehrmals herum, damit das Mittel an jede Stelle gelangt. Verbrauche auf jeden Fall die ganze Flasche, hier gibt es keinen Grund zu sparen. Nur dann zeigt das Mittel auch die gewünschte Wirkung. Dann kommt eine Spüllösung zum Einsatz. Sie dient dazu, den Schmutz zu entfernen. Verbrauche die Flasche ebenfalls vollständig.

4. Abgasanlage wieder montieren, Sensoren einbauen

Dann geht es daran, die Abgasanlage wieder vollständig einzubauen, damit der Personenkraftwagen wieder normal fährt. Gegebenenfalls musst du die Lernwerte der Sensoren wieder zurücksetzen. Andernfalls denken sie, der Dieselpartikelfilter wäre noch immer verstopft. Unterstütze anschliessend die Regeneration des Russpartikelfilters, indem du eine kurze Spritztour unternimmst. Am besten fährst du dafür über die Schnellstrasse, damit der Wagen richtig heiss laufen und der Filter seine Arbeit durchführen kann.

5. Dieselpartikelfilter in der Werkstatt reinigen lassen

Es gibt ausserdem die Möglichkeit, in der Werkstatt den Russpartikelfilter reinigen zu lassen. Das hat ein paar Vorteile. Du musst dich nicht selbst darum kümmern und kannst davon ausgehen, dass die Fachleute ihre Sache professionell machen. Allerdings kostet es dich mehr und du musst den Wagen für ein paar Tage weggeben. Die Werkstätten setzen verschiedene Verfahren ein, die sich in diese beiden Kategorien einteilen lassen:

  • Chemische Reinigung: Es kommen spezielle Lösungsmittel zum Einsatz, mit dem die Experten den Dieselpartikelfilter durchspülen. Oftmals verwenden sie danach einen Dampfstrahler. Der Dampfstrahler hat den Nachteil, unter Umständen den Filter zu beschädigen. Das gleiche gilt für das chemische Lösungsmittel.
  • Mechanische Reinigung: Bei dieser Methode demontieren die Fachleute den Russpartikelfilter und platzieren ihn in einen Brennofen mit Temperaturen von 500 bis 600 Grad. Der Ofen verbrennt die Russrückstände, bis nur noch Asche übrigbleibt. Das kann mehrere Stunden bis Tage dauern. Anschliessend wird die Asche mithilfe von Druckluft entfernt.

6. Durch den Wechsel Emissionen und Kraftstoffverbrauch verringern

Der Diesel gilt schon länger als ein umweltfreundliches Fahrzeug. Niedriger Stromverbrauch, geringer Kraftstoffverbrauch und bei neueren Modellen ein tiefes Niveau an Stickstoffoxid-Emissionen. Sobald der Russpartikelfilter allerdings verstopft ist, ist damit Schluss. Wenn sich der Filter mit zu viel Asche und Russ gefüllt hat, dann nimmt die Fahrleistung ab, der Personenkraftwagen hat dann einen höheren Kraftstoffverbrauch und die Emissionen nehmen zu. Aufgrund der eingebauten Sicherheitsfunktion kann es dazu kommen, dass der Wagen komplett stehen bleibt.

7. Russpartikelfilter gegebenenfalls austauschen lassen

Den Russpartikelfilter selber zu reinigen, hat ein paar Vorteile: Es ist recht günstig, der Zeitaufwand ist gar nicht so hoch und es ist gar nicht so schwierig. Es gibt allerdings gute Gründe, einen Austausch vornehmen zu lassen. Die Nachteile beim Selberreinigen sind nämlich, dass die Asche zumeist im Filter verbleibt, die Reinigung ist also nicht komplett. Ausserdem können die chemischen Reinigungsmittel den Filter beschädigen. Und letztlich lässt sich nicht sagen, inwieweit die Reinigung die Lebensdauer des Dieselpartikelfilters beeinträchtigt. Autohersteller raten deshalb zum Austausch des Filters. Auch wenn sie sicherlich auch vom Verkauf eines neuen Filters profitieren möchten: Die Verschmutzung kann das Resultat des langen Gebrauchs sein. Wenn der Partikelfilter schon mehrere zehntausende Kilometer verwendet wurde, lohnt es sich daher eher, ihn komplett austauschen zu lassen.

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