Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Weil das Kurbelgehäuse einen geschlossenen Raum bildet, treten bei Verbrennungsmotoren die so genannten Blowby Gase auf. Damit der Druck durch die Gasbildung nicht stetig ansteigt, müssen die Gase aus dem Gehäuse durch eine Kurbelgehäuseentlüftung abgeführt werden. Das Gemisch aus unverbrannten Kohlenwasserstoffen und anderen Verbrennungsprodukten wird mit einem Schlauch in den Ansaugtrakt des Motors geleitet. Der Druck im Gehäuse wird durch eine Drosselklappe oder ein Druckventil reguliert. Deren Funktionsfähigkeit solltest du regelmässig überprüfen lassen.
Der ideale Druck im Kurbelgehäuse sollte zwei Millibar nicht überschreiten. Ansonsten neigen Motoren zum Ausschwitzen von Öl. Bei deutlich erhöhtem Unterdruck können Dichtungen, Zylinderkopf, Wellendichtringen und andere Ersatzteile mit Schmutzpartikeln versetzte Luft ansaugen. Das führt zum schnellen Verschleiss der innenliegenden Bauteile. Eine geregelte Entlüftung reguliert nicht nur den Druck, sondern hat auch den Vorteil, Öl und Schmutzpartikel aus dem Kurbelgehäuse abzusaugen. Auf diese Weise werden wertvolle Autoteile geschont. Mit einer voll funktionsfähigen Kurbelwellenentlüftung läuft der Motor gleichmässiger. Zudem können Leistung sowie Öl- und Kraftstoffverbrauch verbessert werden. Es wird darüber hinaus ein umweltfreundlicher Betrieb des Fahrzeugs ermöglicht, da die Emissionen des Motors vermindert werden.
Bei Fahrzeugen unterscheidet man eine geschlossene und eine offene Kurbelwellenentlüftung. Aus geschlossenen Kurbelwellengehäusen werden die Gase per Entlüftungsleitung in den Ansaugtrakt des Motors befördert. Bei aufgeladenen Motoren kann der Turbolader zur Entstehung eines Unterdrucks und zum Ansaugen der Gase beitragen. Über ein Ventil regulierst du den Kurbelgehäusedruck. Das geschieht aber in der Regel automatisch. Bei Grossmotoren, die stationär betrieben werden, wird der Druck über eine Drosselklappe reguliert.
Eine funktionierende Kurbelwellenentlüftung sorgt dafür, dass Verschleissteile beim Auto länger halten. Das gilt zum Beispiel für Kolben, Zylinderköpfe, Ventil und Filter. Darüber hinaus hat die Kurbelwellenentlüftung Einfluss auf Leistung und Verbrauch des Motors:
Bei einer offenen Kurbelwellenentlüftung werden die Blowby Gase nicht gefiltert, sondern in die Atmosphäre abgeleitet. Das ist beispielsweise bei Schiffsmotoren üblich. In der Regel wird bei diesem Verfahren auf einen Ölnebelabscheider verzichtet. Die sich daraus ergebende Ölleckage wird durch manuelle Wartung ausgeglichen. Aufgrund der Umweltauswirkungen ist ein solches Verfahren bei PKW nicht zulässig.
Bei der geschlossenen Kurbelwellenentlüftung ist es wichtig, dass du einen passenden Ölnebelscheider oder Filter verwendest. Ansonsten kann das Absaugverfahren je nach Typ und Modell negative Auswirkungen haben:
Für die Bauart des jeweiligen Motors geeignete Filtersysteme spielen bei einer Kurbelwellenentlüftung eine entscheidende Rolle. Die Langlebigkeit der Komponenten und die optimale Absaugfunktion werden insbesondere bei modernen und aufgeladenen Motoren durch einen hochwertigen Ölnebelabscheider gewährleistet. Bei PKW-Motoren sind die Ölnebelabscheidesysteme zumeist in die Zylinderkopfhaube integriert, was Platz spart. Eingesetzt werden sie nach dem Prall- und Zyklonabscheidungsprinzip. Eine bessere Performance und ein geringeres Gewicht weisen moderne Zentrifugalabscheider auf: Sie werden entweder über den Öldruck oder elektrisch angetrieben. Bei hoher Öltemperatur entstehen sehr kleine Öltröpfchen, für deren Abscheidung du einen Koaleszenzfilter benötigst.
Lass die Funktionsfähigkeit der Kurbelwellenentlüftung regelmässig von einer Werkstatt überprüfen. Ideal ist, dies im Rahmen der Inspektionsinterwalle vornehmen zu lassen. Durch eine richtige Druckeinstellung und eine Überprüfung des Ansaugmechanismus wird sichergestellt, dass weniger Öl und Verschmutzungen in den Motorraum gelangen. Ausserdem können Leistung und Umweltbilanz des Fahrzeugs deutlich verbessert werden. Lass defekte oder veraltete Bauteile rechtzeitig austauschen. Die Monteure verbauen für den jeweiligen Wagen geeignete Ölabscheidesysteme, um die Risiken einer Kurbelwellenentlüftung für den Motor auszugleichen. Mit viel Know-how, dem richtigen Werkzeug und modernen Produkten stellt die Werkstatt die Funktionsfähigkeit der Kurbelwellenentlüftung sicher und sorgt dafür, dass der Motor ideal eingestellt ist.
Allwetterreifen sind für Autofahrer eine tolle Sache: Ohne Reifenwechsel kommst du damit durch das gesamte Jahr. Zumindest versprechen die Hersteller das. In der Realität fährst du mit Winterreifen und Sommerreifen besser, denn die Winterpneus geben auf Schnee und Eis einfach mehr Grip. Und das ist nicht nur bei vierrädrigen Fahrzeugen wie PKW und Lieferwagen so: Auch LKW und sogar Motorräder benötigen im Winter andere Reifen. Denn die Gummimischung muss bei kühlen Temperaturen auf der Fahrbahn Halt bieten, die Profiltiefe muss auf Schnee und Matsch abgestimmt sein. Aber sind Winterreifen in der Schweiz Pflicht? Und wenn ja, für welche Fahrzeuge?
Irgendwann einmal passiert es jedem Autofahrer: Ein Reifen ist platt. Schuld war meist ein spitzes, scharfkantiges Kleinteil, das ein Loch in den Reifen gebohrt hat. Das ist ärgerlich, aber glücklicherweise erfordert nicht jeder Reifenschaden gleich einen Neukauf. Kleinere Schäden am Pneu können in einer Fachwerkstatt repariert werden – zu einem Bruchteil des Preises, den ein neuer Reifen kosten würde.
Alte und abgefahrene Autoreifen werden gesammelt, um sie zu erneuern oder zu recyceln. Auf diese Weise lassen sich Abfälle vermeiden sowie Umwelt und Klima schonen. Alte Reifen können darüber hinaus vielfältig verwendet werden, zum Beispiel für eine Streckenbegrenzung, als Ersatzstoff oder zur Gewinnung von Energie. In der Schweiz werden jährlich rund 50.000 Tonnen Altreifen entsorgt. Zu diesem Zweck gibt es an vielen Orten spezielle Sammelstellen. Im Folgenden erfährst du mehr darüber, wo du alte Pneus entsorgen kannst und wie ihre Verwertung erfolgt.
Fahrerassistenzsysteme sollen dazu dienen, die Sicherheit im Strassenverkehr zu erhöhen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme, die in diesem Zusammenhang zum Einsatz kommen können. Welche das sind, auf welche Weise sie den Fahrer entlasten und weitere Informationen erfährst du in diesem Beitrag zum Thema Fahrerassistenzsysteme.
Die Situation kennen viele Autofahrer: Während der Fahrt leuchtet plötzlich ein Symbol am Armaturenbrett auf. Meist ist das Aufblinken mit einer Schrecksekunde verbunden, denn oft ist unklar, ob du das aufleuchtende Lämpchen erstmal ignorieren kannst oder doch lieber direkt die Werkstatt ansteuern solltest. Wir verraten dir, welche Funktionen die Kontrolllichter im Auto haben und was die jeweiligen Farben aussagen. Wir erklären dir ausserdem die wichtigsten Symbole und wie du herausfindest, welche Bedeutung sie haben.
Alle Fahrzeuge, die mit Benzin angetrieben werden, besitzen heute einen Katalysator, um den Schadstoffausstoss kontrollierter zu gestatten und die Umwelt zu schützen. Die Emission an Abgasen wird dabei teils stark reduziert. Aufgrund der wachsenden Luftverschmutzung wird schon seit den 1950er Jahren an den Möglichkeiten zur Verringerung des Schadstoffausstosses gearbeitet: Das erste Modell eines Fahrzeugkatalysators stammt von dem Ingenieur Eugene Houdry. Eine Weiterentwicklung ist der Drei-Wege-Katalysator von John J. Mooney und Carl D. Ketih, den es seit den 70er Jahren gibt. Alles Wissenswerte über Katalysatoren für Autos erfährst du hier.